Angstgefühle

Unsere jetzige Zeit mit ihren geistigen Abnormitäten, Erschütterungen, Revolutionen, Kriegen und Flüchtlingsströmen ruft in vielen Menschen Angstzustände hervor. Es ist die ständige Unsicherheit der Weltlage, die Angst vor der Zukunft, die Macht der Mächtigen. Diese Ausbreitung der Angst scheint gewollt zu sein, um Siegeszüge zu triumphieren, statt Frieden in aller Herzen zu bringen. Diese andauernde Angst vermehrt sich und führt zu Neurosen. Künzli bezeichnete die Angst als „abendländische Krankheit“, Heidegger hingegen sieht in der Angst die Grundbefindlichkeit des menschlichen Daseins. Jede bedrohende Beeinträchtigung im Leben erzeugt bei vielen Personen Angst. Die Angst offeriert Wünsche, dass etwas nicht geschehen darf, dass sich etwas nicht verwirklichen möge. Es ist wie eine magische Anziehungskraft, Angst zu empfinden.

Durch die täglichen Informationen in den Medien flattert die Angst wie vom Wind ausgesät zu manchen Menschen und lösen, nahezu Taifun artig, Angstzustände aus. Dabei entstehen körperliche und seelische Schäden. Der Zwang, Mangel, Verlust, Missgunst, Vertrauensverlust rufen Angstgefühle hervor. Hinzu kommen existentielle Ängste, der Mangel an innerem Halt, Geldmangel und mancherlei andere Ängste, die eine enorme Instabilität erzeugen. Es ist eine ungeheure lähmende Macht seiner Selbst. Das Ziel der Psychohygiene und Psychotherapie ist es, die Angst zu beseitigen. Auch die Medizin und ganzheitliche Behandlung durch Geistheiler, Heilpraktiker trägt dazu bei, Ängste zu behandeln und zu beseitigen. Bevor jedoch einige Medikamente eingesetzt werden, sollte man sich die Frage stellen, ob nicht eine Änderung in der Lebenshaltung angebracht wäre. Erst nach der Herstellung einer objektiven Lebensordnung, die sich auf alle Bereiche des täglichen Lebens abspielt, kann zusätzlich ein Medikament verordnet werden. Einige Ärzte neigen dazu, gleich beim ersten Treffen Antidepressiver zu verordnen. Eine Gesprächstherapie und weiterleitende, vertrauenswürdige Begleitungen erscheinen mir als angebrachter. Neben den rein psychischen und chemischen Pharmaka kann sich der Körper und die Seele sehr viel besser beruhigen, wenn pflanzliche Produkte wie Baldrian, Lavendel, Johanniskraut, Kamille, Melisse, Hopfen, Ginseng, Mistel, Raute, Weißdorn, Rauwolfia und Ingwer eingesetzt werden, um die Beruhigung des Körpers und die Stärkung der Nerven zu unterstützen. Ein wunderbares Rezept, das erfolgreich in Komposition mit einer Gesprächstherapie und unter Überwachung des Vorgangs bei Angstpatienten ist, wäre folgendes: Diese Tinktur zur innerlichen Anwendung besteht aus 100ml Wasser, je 30 Gramm Johanneskraut und Baldrianwurzel, je 20 Gramm Hopfenzapfen und Melissen Blätter wird die Tinktur kalt angesetzt. Das sollte zirka 12 Stunden ziehen. Hinzugeführt werden 1 EL Honig und 1 TL Ingwer. Diese Mischung wird kurz aufgekocht und dann einen Tag im Kühlschrank in dunklen verschlossenen Flaschen aufbewahrt. Am nächsten Tag gibt man dem 4-W-Kräuter-Tee 1-2 TL dieser Tinktur hinzu und empfiehlt, etwa 3x pro Tag diesen Tee zu trinken. Das ist eine sehr beruhigende Wirkung und macht die Patienten innerlich stabil. Es ergeben sich keine Nebenwirkungen, außer, dass der Patienten an den ersten beiden Tagen sich etwas unwohl fühlen könnte. Das ist völlig normal, da der Körper diese Veränderung erst annehmen muss. In der Regel geht es den Patienten danach sehr viel besser und begleitend mit der Gesprächstherapie und der Überwachung des Tagesablaufs verliert sich die Angst nach und nach.